Dank unserer lieben Freunde Fritz und Simone hat es uns heuer für ein verlängertes Wochenende nach Bosnien und Herzegowina verschlagen. Das letzte Mal waren wir vor 4 Jahren dort, und schon damals stand das Thema Heilung im Vordergrund (1 Woche mit dem deutschen Heilpraktiker Thomas von Rottenburg zum Thema Tierkreiswesenheiten). Bosnien und Herzegowina ist von meiner Wahrnehmung her wirklich einerseits wild und andererseits sehr heilsam.

Das Seminiar-Zentrum in Zavidovići von Thomas von Rottenburg war damals, 2022, noch im Entstehen.
Die seltsamen Steinkugeln, die weltweit gefunden wurden gibt es auch in Bosnien. Allerdings, entgegen anderer Behauptungen, sieht unsere Freundin Ingrid und auch ich deren Aufgabe als erfüllt und ohne besondere Energiequalität zu unserem Nutzen.

Kennenlernen durften wir heuer Hassan, einen Masseur mit einer schier unglaublichen Lebensgeschichte. Vor allem sein Lebensabschnitt, wo er in Syrien in einem Spital, welches vorwiegend Kriegsopfer behandelt, gearbeitet hat, hat mich sehr beeindruckt. Dort erkannte ein kanadischer Arzt, der ihn heilte (er war in Europa zuvor Maurer und sein Kreuz war fertiggefahren), dass er jene Fähigkeiten hat, die er bis dato bei vielen Menschen erfolglos gesucht hatte, um seine Fähigkeiten weitergeben zu können. Denn dieser Arzt wusste, dass ihm dazu nicht mehr viel Zeit bleiben würde (er kam später tatsächlich bei einem Bombenangriff auf das besagte Krankenhaus um). Dieser Arzt suchte also nicht nach jemanden mit medizinischen Wissen, sondern nach jemanden mit der besonderen Gabe des “Sehens”, welche bedeutender ist als Wissen, welches man sich durch Dritte aneignen kann.

Hassan mit seinem Schwager im Hintergrund.

Was aber hat es nun mit jenen Fähigkeiten von Hassan auf sich, die einem nur dank der Gnade einer höheren Ebene (Gottesgabe) zuteil werden können? Er sieht die Energie des Menschen als Stränge (Fasern) und weiß hier korrigierend eingreifen – und zwar so, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers sich wieder voll entfalten können. Wer vielleicht mal Castaneda gelesen hat weiß was hier gemeint ist (für jene, die ihn nie gelesen haben an dieser Stelle die Empfehlung ihn zu lesen, denn wir haben jetzt seit Kurzem den transistierenden Neptun durch den Widder, was perfekt zum Thema “Weg des Kriegers” passt). Hassan kann im Körper also sämtliche energetische Fasern “sehen”, schadhafte Nervenbahnen, nicht rund laufende Chakren, energetische Unrelgelmäßigkeiten uvm. sofort erkennen und Fehlstellungen auf (s)eine Art richtig stellen, wie ich es zuvor noch nicht erfahren habe. Kein esoterisches blabla sondern echte Gabe.

Manchmal tut er sich selbst noch schwer das was er alles sieht richtig einzuordnen, weshalb für ihn der Austausch mit Simone (selbst sehr gute Gabe und Intuition sowie tiefgehende anatomische Kenntnisse) und Fritz (Ordnung und Herausforderung) sehr fruchtbar ist. Vom Gemüt her erinnert er mich an einen gutmütigen Bären, dank seiner unglaublichen inneren und äußeren Stärke, die mit Wohlwollen und Hilfsbereitschaft gepaart ist. Ihm geht es darum, aus dem Herzen heraus zu helfen, das Geld steht bei ihm sicher nicht im Vordergrund, der Preis für seine Therapie ist mehr als fair. Nach vier Jahren Aufbauzeit von Null an, war er an diesem Wochenende überglücklich seine Eichenwanne und die Liege für die Anwendung warmer Erde endlich einweihen zu können und damit eine vollumfängliche Therapiemöglichkeit zur Verfügung zu haben.

An einem Hang neben dem Haus, im dazugehöriger Wald seines Anwesens, gibt es ein paar Bäume, die energetisch unterschiedlich sind, wobei jeder dieser Bäume auf seine Art äußerst interessant ist. Bei einem Spaziergang gleich am Anfang hat Petra bei einem der Bäume eine starke Resonanz gezeigt. Hassan hat ihre Energie gesehen und mit seinen Worten zu erklären versucht, wie eine leichte Fehlstellung des Energieflusses bestimmte Körperfunktionen und emotionale Zustände beeinflussen kann. Auch bestimmte Ereignisse, die ihr widerfahren sind hat er vom Zeitpunkt her exakt ablesen können, was ich erstaunlich fand, da wir uns ja erst kennengelernt hatten.

Er erklärte auch, dass die Verbesserung nach einer herkömmlichen Massage oft nur 10 % beträgt, weil diese zu oberflächlich ist. Laut ihm ist es wichtig bis an die Nervenfasern zu gehen und die Energieflüsse zu korrigieren, um den erkrankten Körper mit seinen Organen auf Reset zu stellen, so dass er seine natürliche Selbstheilungskraft wieder in vollem Umfang entfalten und damit regenerieren kann. Bei seiner Arbeit im Krankenhaus im Kriegsgebiet Syriens, wo er täglich mit den schlimmsten Geschichten und Verletzungen konfrontiert war, hat er erfahren, zu welch unglaublicher Selbstheilungskraft der Körper fähig ist. Seine Erfahrung beruht nicht auf Theorie sondern aus seinen Erlebnissen im Grenzbereich des Lebens, gepaart mit der Gabe, die ihm zuteil wurde. Seine Therapie besteht aus mehreren Einheiten mit zuerst einem Tag und dann 72 Stunden Abstand, um dem Körper Zeit zur Regeneration zu geben. 

Abschließende Übungen nach der Massage.

Unterstützen kann man den Körper mit den Bienenprodukten (+Kräuter) seines Nachbarn Pipin. Dieser fabriziert wahre Kraftpakete, wo neben den Kräutern der Region auch Gelee Royal, Propolis und Perga (Bienenbrot = fermentierte Pollen) mit an Bord sind.

Der Imker Pipin und seine Frau.
An einem von Pipins Bienenständen
Pipins Produkte, eine Mischung aus Kräutern, Gelee Royal, Propolis und Perga. Teilweise individuell abgestimmt und angefertigt.

In der Umgebung kann man interessante Ausflüge machen. Die Ufer der Una bieten wunderschöne Bademöglichkeiten, die Strömung sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Die Natur ist viel unberührter als bei uns, also keine Monokultur-Wälder, kein Glyphosat und keine Rasenroboter, sondern wilde Wiesen mit Heilkräutern und kleine Streifchen mit Mais für die Wildschweine, die jedes Jahr im Herbst in Scharen aus Kroatien kommen, um dann zum Teil auf bosnischen Tellern zu landen. Irgendwie fühlt es sich so an, wie es bei uns vor 50 Jahren mal war. Auch von den Insekten her ist von der Menge und Artenvielfalt her ein deutlicher Unterschied bemerkbar. Wahrscheinlich ist das auch der Grund warum viele Zoologen, die wissenschaftlich arbeiten, so häufig nach Bosnien fahren.

Ca. 40 km entfernt gibt es auch den Betrieb einer Frau, die sich mit Kräutersammeln und der Herstellung von Produkten mit diesen in über 20 Jahren eine respektable Existenz aufgebaut hat. Als wir dort angekommen sind, sind uns gleich mal die Kräuter, welche in Gläsern mit Öl ausgezogen werden aufgefallen. Sie empfängt uns freundlich und zeigt uns ihren Betrieb. In ihrem Laden kann man Salben, Auszüge, getrocknete Kräuter und einiges mehr kaufen. Allerdings sollte man sich am besten gleich alles notieren (wofür genau, was drinnen ist usw.), weil man die bosnischen Hinweise auf den Produkten im Nachhinein eventuell nicht immer vollständig entschlüsseln kann.

Und von einer Besonderheit – von der ich das erste mal in meinem Leben gehört habe – möchte ich auch noch erzählen: Ein (nahezu alchemistisch hergestelltes) regionales Hausmittel der Familie Hassans – die Eier-Essenz. Fritz und Simone, die mit Hassan schon lange befreundet sind und diese bereits kennen und eingenommen haben, erzählen mir gleich mal mit wildesten Ausschmückungen, wie grauslich diese angeblich schmeckt. Hassan bringt die Eier-Essenz und stellt sie auf den Tisch und erklärt, dass man zu deren Anfertigung 33 Eier oder ein Vielfaches davon benötige. Ich rieche erstmal dran und probiere einen halben Teelöffel. Dass sie köstlich mundet kann ich zwar nicht behaupten, aber ganz so grauslich wie zuvor dargestellt schmeckt sie nun auch wieder nicht. Diese wurde traditionell äußerlich bei (selbst bei sehr schweren) Verbrennungen angewendet, und auch innerlich, um die Selbstheilkräfte im Körper wieder in Gang zu bringen und die Reparatur zu veranlassen, wie mir Hassan erklärt. Weil mich so etwas natürlich ganz besonders interessiert, motiviert Fritz Hassan dazu, uns die richtige Herstellung zu zeigen, damit wir das in der Praxis umsetzen können. Das gehört zu jenen Geschenken, wofür ich von ganzem Herzen sehr dankbar bin. Denn auch für unser Uruguay Abenteuer bedeutet das, jetzt ein günstiges Hausmittel mit extrem hoher Wirksamkeit, sozusagen einen neuen Allrounder zur Verfügung zu haben. Hassan erzählt uns, wie er diese Essenz im Krankenhaus in Syrien eingesetzt hat und diese dort zum Erstaunen der Ärzte große Heilwirkung bewiesen hat. Nachdem Fritz und Hassan die letzten 33 Eier der Nachbarin aufgekauft haben gehen wir zu seiner Schwester, die zwei Häuser weiter wohnt und in ihrer Sommerküche draußen im Garten einen Holzofen besitzt. Dort stellen wir unter ihrer und Hassans Anleitung die Essenz gleich selbst her. 

Unter ständigem Rühren wird die Flüssigkeit rausgedrückt.
Am Ende des Prozesses trennt sich eine ölige Flüssigkeit vom Rest (der auch äußerlich verwendet “zum Ausziehen” werden kann).
Das ist alles, was aus 33 Eidottern nach der Verarbeitung übrig bleibt – die Essenz der Eier.

Von Graz aus ist man übrigens ganz gemütlich in ca. 3 1/2 Stunden in Velika Kladuša (sofern man nicht am Wochenende in der Hauptsaison unterwegs ist und nicht in Zagreb bei der Mautstation mal länger steht), Velika Kladuša ist nur 2 km von der Grenze zu Kroatien entfernt. In der näheren Umgebung gibt es auch einige Unterkünfte, die gut und äußerst günstig sind. Bosnien hat eine sehr ursprüngliche Natur und sicher auch etwas rauere Zeitgenossen, die aber großteils wiederum sehr herzlich und gastfreundlich sind. Wer die wilde, ursprüngliche Natur liebt und sich für Heilung interessiert – der ist in Bosnien gut aufgehoben (wer länger Zeit hat kann ja auch einen Abstecher zu den bosnischen Pyramiden machen). Ein Land, das viele nicht auf ihrem Radar haben, das aber unbedingt eine Erkundung Wert ist. 

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Alles Liebe
Euer Klaus