Die Natur und unser ganz persönlicher Gesundheitsbaukasten

Die Natur und unser ganz persönlicher Gesundheitsbaukasten

Über die Natur

Es gibt mehr als einen Grund, der Natur verbunden zu sein: Sie nährt indem sie gebärt, sie heilt durch ihre innewohnende Harmonie, sie heiligt durch ihre in ihr verborgene lebendige Wahrheit. Was wider der Natur ist hat keinen Bestand. Wer gegen die Natur agiert schadet sich selbst, wer wider seiner eigenen Natur lebt wird krank. Wer in die Natur geht begegnet seiner Natur. Wer ihren Gesetzen folgt, also entsprechend ihrer dahinter liegenden Wahrheiten lebt (die Naturgesetze als Manifestation von Gottes Willen erkennt und umsetzt), bleibt gesund oder kann es im Krankheitsfall wieder werden.
Der ewige Zyklus des Werden-Sein-Vergehen kann in der Zusammenschau als Einheit, erfahren werden. Mit dieser Art “Ein”sicht wird das ewige Wesen und die unendliche Kreativität einer Natur offenbar, die sich niemals verbrauchen kann.

So wie das Wesen der Natur dreieinig ist (Drei aus Eins – Drei in Eins), ist auch alles was aus ihr erwächst so aufgebaut. In der nordischen Mythologie, bei den Kelten und den Griechen begegnen wir diesem Wissen im Symbol der Triskele. Das Druidentum (Drui – Urdreiheit) sah darin den Quell intensivsten Wissens.

Triskele

Bei den Christen wird dieses Prinzip durch die Dreifaltigkeit ausgedrückt. In der Spagyrik wird dieses Prinzip durch SULPHUR, SAL und MERCURIUS versinnbildlicht. Paracelsus hatte so gesehen ein viel umfassenderes Wissen, als ihm aus heutiger Sicht einer einseitig intellektuellen Wissenschaft zugestanden wird.

Wie schon in meinem Beitrag “Heilpilze – Wirkstoffe sind nur ein Teil ihres Wesens” beschrieben, sind wir recht oft in der Natur unterwegs, um nicht vollständig von einer technisierten Pharmaindustrie abhängig zu sein, was Heilmittel betrifft. Heilmittel, die uns die Natur schenkt, selbst zu finden hat etwas sehr persönliches. Für den Arzt bist Du in der Regel ein Fall, er diagnostiziert und behandelt Deine Krankheit nach Protokoll aber selten Dich individuell als Person. Ein Heilmittel, das Du selbst findest, verarbeitest, ist immer individuell und daher auch etwas sehr Persönliches. Nicht eine Maschine, sondern Du selbst legst Hand an, kannst dabei etwas wesentliches “begreifen”.

Unser Gesundheitsbaukasten

Unter Gesundheitsbaukasten, den Begriff habe ich das erste mal von Dr. Hartmut Fischer gehört, verstehe ich die wichtigsten Bausteine der Gesundheit, die ich für mich selbst in Eigenverantwortung bei Bedarf anwenden und kombinieren kann, sei es um meine Gesundheit zu fördern oder im Falle von Krankheit einen Heilungsprozess zu bewirken oder diesen unterstützen zu können. Dazu gehören für mich Pflanzen, Pilze, Harze und Mineralstoffe, aber auch Lösungsmittel wie Alkohol, Glycerin, Wasser aus Heilquellen, DMSO, Öle sowie darüber hinaus alle Werkzeuge, die ich zur Verarbeitung benötige. Messbecher, Pipette, Flaschen, Gärgefäß, Destille, Trichter, Filter, Mühle, Kocher, Pyrotopf, Dörrgerät usw.. Was wir nicht selbst herstellen können kaufen wir fertig ein, um im Notfall gerüstet zu sein. Gut, natürlich haben wir im Freundeskreis auch noch eine liebe aufgeschlossene Ärztin des Vertrauens, die komplexere Zusammenhänge aus schulmedizinischer Sicht sehr gut erklären kann.

Birkenporling / Schmetterlingstramete, beim Filtern der Tinktur

In erster Linie beschäftigen wir uns mit dem Königreich der Pilze, was nicht zuletzt auch in unserer Liebe zum Schwammerlsuchen begründet ist. Anstatt auf gekaufte Pilzpräparate, die aus Kostengründen meist in China gezüchtet werden zurückzugreifen, bevorzugen wir die natürlich gewachsenen aus unserer heimischen Natur. Das Finden, das Kennenlernen der verschiedenen Vital- und Heilpilze an ihren Standorten, das Riechen, das Berühren und Begreifen, das Ernten, die Beschäftigung mit ihnen bei der Verarbeitung birgt die Möglichkeit einer Beziehung zum Wesen ihrer Natur aufzubauen, was für mich persönlich weit über ein standardisiertes Heilmittel hinausreicht.

Zuerst haben wir damit begonnen, verschiedene Heilpilze in der Natur zu sammeln und diese für eine Verarbeitung als Sud zu verarbeiten. Angefangen haben wir mit dem Birkenporling. Der Birkenporling ist relativ häufig, die bevorzugte Erntezeit ist von Oktober bis Dezember/Jänner. Die Unterseite sollte rein weiß sein (daran erkennt man in der Regel dass er innen keine Insekten als Bewohner hat) Er lässt sich von der Birke leicht lösen und das Schneiden in Scheiben bzw. Würfel ist einfach. Was wir frisch nicht verwenden wird im Dörrgerät getrocknet.

Birkenporling (Fomitopsis betulina)

Die Stücke des Birkenporling lasse ich mindestens 20 Minuten köcheln, bevor ich den Sud in ein Häferl abseihe und den Rest in eine Thermoskanne gebe, um ihn über den Tag verteilt zu trinken. Die abgekochenten Pilzstücke kommen in ein leeres verschraubbares Glas, das mit Wasser gefüllt wird. Dieses stelle ich bis zum nächsten oder übernächsten Tag in den Kühlschrank, um sie neuerlich (beim Birkenporling bis zu 5 mal) abzukochen. So verfahre ich im übrigen mit den meisten Heilpilzen (andere sind sogar weitaus öfters auskochbar). Der Birkenporling ist wohl der bitterste Geselle unter den Heilpilzen, aber gerade die Bitterstoffe sind sehr wichtig. Um die Bitterkeit zu vermindern kann man ihn aber auch mit Honig süßen, oder mit anderen Vital- und Heilpilzen kombinieren (Chaga, Schmetterlings Tramete, Zunderschwamm, Rotrandiger Baumschwamm). Bei Magenleiden wenden wir ihn in Form einer Rollkur an (nach der Einnahme auf nüchternem Magen in kürzeren Abständen auf Rücken, Bauch und Seitenlage drehen).

Zusätzlich haben wir auch ein Doppelextrakt (Alkohol und Wasserauszug), in Kombination mit Schmetterlingstramete, hergestellt.

Beim Verarbeiten des Birkenporling

Wirkung und Anwendungsgebiete des Birkenporlings

Magen- und Darmerkrankungen (zB. Darmgrippe, Gastritis – hier ist er die erste Wahl)
wurmtreibend
Darmsanierung
Sodbrennen
antibiotisch
entzündungshemmend
Haarwuchs
Atemwegsallergien

Zunderschwamm (Fomes fomentarius)

Der Zunderschwamm ist ein mehrjähriger Baumschwamm und kann daher ganzjährig geerntet werden. Von der Signatur ordne ich ihn grundsätzlich einmal dem Saturn zu. Er ist fest strukturiert und kann bis zu 30 Jahre alt werden, in Ausnahmefällen sogar noch älter, er ist hart, widerstandsfähig, graublau, wächst an Buchen, Birken oder anderen Laubbäumen. Um einen Zunderschwamm vom Baum zu bekommen, nützen wir eine kleine Hacke, die wir im Rucksack immer dabei haben. Für die Verarbeitung eines Zunderschwamms (Zerkleinern in Würfelförmige Stücke) nütze ich eine Säge, ein Brotmesser und ein Japanisches Messer, sowie die Brotmaschine. Da er so hart ist sitze ich da schon mal locker 1 1/2 Stunden dabei. Nach der Verarbeitung von 2 – 3 Zunderschwämmen habe ich meistens Blasen an der Hand. Beim Zunderschwamm nehme ich deshalb wirklich nur mehr einen mit, wenn ich fix vorhabe ihn zu verarbeiten.

Zunderschwamm

Den Zunderschwamm kochen wir mindestens 30 Minuten aus. Der Sud schmeckt pilzig, aber nur ganz leicht bis gar nicht bitter. Durch den Heißwasserauszug gewinnt man vor allem seine Polysaccharide, die neben der Beeinflussung zelluärer Prozesse eine Menge positver Wirkungen haben, unter anderem auch die Immunmodulation.

Mit dem Zunderschwamm machen wir einen DMSO Auszug, der Am Ende im Verhältnis 60:40 mit Magnesiumöl-Bor verdünnt wird. Das verwenden wir zur äußerlichen Anwendung bei Problemen mit Sehnen, Arthrose, Gelenksentzündungen. Aus der bisherigen Erfahrung hilft das recht gut, allerdings nehmen wir bei Gelenksschmerzen dazu immer den Zundersschwamm und Rotrandigen Baumschwamm als Sud, sowie Hagebuttenpulver und Bor ein.

Wirkung und Anwendungsgebiete des Zunderschwamms

Chronische Müdigkeit, Konzentrationsschwäche
Darmsanierung
unterstützt die Leber (Entgiftung)
wundheilungsfördernt
blutungsstillend
entzündungshemmend
antibakteriell
antiviral
immunmodulierend
Asthma und Lungenerkrankungen
Blasenleiden
Regelbeschwerden
Wechseljahrbeschwerden
Speiseröhren-, Magen- und Gebärmutterkrebs
nach Schlaganfällen (Rauch des Zunderschwamms)
Homöopathisch gegen das Ausgebranntsein, Burnout (Zunder! – um die Lebensenergie wieder zu entflammen)

Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)

Der Rotrandige Baumschwamm gehört für mich zu den meist unterschätzten Heilpilzen. Von der Signatur her würde ich ihn in erster Linie dem Mars zuordnen. Er ist an seiner Kruste leicht harzig (Terpene!) und hat einen ganz unverwechselbaren Geruch.  Beim Glänzenden Lackporling (Ganoderma lucidum), besser bekannt als Reishi (wissenschaftlich gut untersucht), sind bisher über 150 Terpenderivate bekannt. Die Zahl der entsprechenden Verbindungen dürfte auch beim Rotrandigen Baumschwamm viel höher sein als zur Zeit bekannt ist.

Rotrandiger Baumschwamm

Er ist nicht ganz so leicht wie der Birkenporling zu verarbeiten, aber auch nicht ganz so schwierig wie der Zunderschwamm. Je nach Stadium der Fruktifikation und Fundort kann er im inneren von der Helligkeit und Farbe her sehr varieren.

Beim rotrandigen Baumschwamm ist es wichtig ihn mindestens 30 Minuten lang abzukochen. Ich nehme dazu immer den selben Topf, weil die harzige Kruste im Topf danach nicht so leicht zu reinigen ist. Der Geschmack ist angenehm bitter (deutlich weniger als beim Birkenporling). Für mich ist es auch ein wichtiger Heilpilz zum Kombinieren, um die Wirkung der anderen zu verstärken. Zur Zeit verwende ich ihn mit dem Chaga.

Mit dem Rotrandigen Baumschwamm haben wir auch eine Tinktur angefertigt (intensive rote Farbe).

Wirkung und Anwendungsgebiete des Rotrandigen Baumschwamms

Zahnfleischentzündung
Entzündungen im Magen Darmtrakt
antibakteriell
nervenstärkend
abwehrstärkend
blutstillend
herzstärkend
krebshemmend
Blasen- Nierenfunktion
Prostata Beschwerden
Atemwegserkrankungen
Hefepilz (Candida)
zum Abnehmen (fördert Fettabbau)

Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)

Die Schmetterlingstramete ist zwar relativ leicht zu finden, aber Exemplare, die unten rein weiß sind, sind in ausreichender Menge schon wieder schwieriger zu finden.

Sie haben eine gummiartige Konsistenz und sind beim Putzen etwas schwierig zu schneiden. Die traditionelle Anwendung hier ist das Heißwasserextrakt (also Sud). Ich koche sie ebenfalls 15 – 20 Minuten aus. Für Extrakte und Tinkturen haben wir sie bisher nur in Kombination verwendet. Im asiatischen Raum und in Australien ist seit 1970 ein Medikament bekannt, das dort bis heute mit großem Erfolg zusätzlich zur Chemotherapie angewendet wird. Es wird aus dem Myzel der Schmetterlingstramete gewonnen und senkt die Sterblichkeitsrate signifikant, weil es das Immunsystem in dieser Zeit stützt. Das Medikament heißt PSP, PSK, Krestin, ist in Europa aber nicht erhältlich. Die einzige Bezugsquelle, die ich bisher dafür gefunden habe ist in Australien.

Wirkung und Anwendungsgebiete der Schmetterlingstramete

starke Immunstimulation
krebswachstumshemmend
lindert Nebenwirkungen der Krebstherapie
antiviral (Hepatitis, Herpes, Grippe)
antibakteriell
Leber und Milz (stärkt den inneren Alchimisten, Verdauung, Entgiftung)

Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)

Den Schwefelporling essen wir im Frühjahr immer frisch. Dazu kochen wir ihn kurz ab und panieren die Stücke und braten sie anschließend raus. Die Konsistenz ist gut und er schmeckt wie Huhn. Auch für den Wok schmeckt er ausgezeichnet. Allerdings nehmen wir nur frische Exemplare und von denen nur die frischen Zuwachskanten (im Alter wird er holzig und bitter).

Schwefelporling

Wir verarbeiten ihn aber auch zu einem Doppelextrakt, weil gerade im Winter und in Coronazeiten, wenn es ihn nicht frisch gibt, seine Qualitäten gefragt sind.

Im Vordergrund steht für mich seine Hemmwirkung gegenüber der reversen Transkriptase. Die reverse Transkriptase benötgen Retroviren, um ihre einsträngige Erbinformationen (RNA) in einen Doppelstrang (DNA) umzuschreiben, denn erst so können sie ihre Erbinformation in befallene Zellen intregrieren bzw. die Zellen ihres Wirtes umprogrammieren. Das Enzym erfüllt damit eine entscheidende Funktion bei der Vermehrung des Virus und ist ein wesentlicher Angriffspunkt für Pharmazeutika bei der Behandlung retroviraler Erkrankungen (wie zB. HIV). (siehe Guthmann, 1. Ausgabe, Seite 254). Weiters wirkt er blutgerinnungshemmend (indem er das Enzym Thrombin hemmt), antibiotisch (Cyclopeptid Beauvericin) gegen gramnegative und insbsondere grampositive Bakterien, sowie antioxidativ. Er kann auch gegen den Malaria Erreger und gegen den humanpathogenen Hefepilz Candida albicans eingesetzt werden. Offenbar erhöht der Pilz auch die Empfindlichkeit gegenüber Insulin und senkt dadurch den Blutzuckerspiegel.

Neben der wissenschaftlichen Seite sehe ich persönlich jedoch auch von seiner Signatur her (Sonne) noch weitere Anwendungsgebiete. Deshalb habe ich heuer im Frühjahr einen größeren Fruchtkörper verarbeitet und mir einen etwas größeren Vorrat des Doppelextrakts angelegt. Wir wenden ihn in unserer Familie an, und meiner Wahrnehmung nach gehört er zweifellos zu jenen Heilpilzen, deren Potential noch lange nicht ausgeschöpft wurde.

Wirkung und Anwendungsgebiete des Schwefelporlings

antibiotisch
antioxidativ
blutzuckersenkend
starke Hemmwirkung auf die HIV-1 Reverse Transkriptase

Schiefer Schillerporling, Chaga (Inonotus obliquus)

Der Chaga ist bei uns in der Umgebung nicht leicht zu finden. Aber in letzter Zeit haben wir doch ein paar gefunden, der Ertrag des letzten Fundes waren ca. 2 kg, da kann man seinen Vorrat schon wieder auffüllen. Einer, der bekannten Heilpilze, man braucht nur nach Chaga zu googeln und findet tausende Einträge. Vor allem in Russland wird er in der Volksheilkunde schon lange verwendet. Es ist schon schwierig ihn zu finden, aber meist noch viel schwieriger ihn zu ernten, vor allem wenn er höher oben am Baum wächst.

Chaga

Eine Hacke oder Säge ist auch bei diesem Pilz vonnöten. Auch das Verarbeiten gestaltet sich nicht ganz so einfach, vor allem wenn ich ihn in kleinere Stücke für den Dörrer zerteilen will. Er wächst auf Birke. Maserknollen schauen oft sehr ähnlich aus, wer ihn noch nicht gut kennt kommt nicht umhin ein Stück seiner schwarzen Kruste aufzubrechen, um zu sehen ob er dahinter korkartig orange ist. Wenn Holz zum Vorschein kommt, ist es eine Maserknolle. Vom Geschmack her ist er angenehm, er schmeckt fast ein wenig nach Vanille. Also eher harmonisch und gut zu trinken. Der letzte, den wir gefunden haben wird beim Auskochen ganz schwarz, wie Kaffee. Das ist der Pilz, den ich das ganze Jahr über regelmäßig trinke. Eine weitere Besonderheit ist, dass man die selben Pilzstücke locker 10 x auskochen kann. Von daher kommt man lange aus, 300 g reichen sicher für ein halbes Jahr.

Zusätzlich haben wir mit Rum noch eine Tinktur, sowie ein Doppelextrakt gemacht.

Wirkung und Anwendungsgebiete des Chaga Pilzes

entzündliche Erkrankungen des Magen- Darm-Traktes
Krebserkrankungen allgemein, mit einem besonderen Schwerpunkt auf solche des Magen-Darm-Traktes
Hungerstillung
entzündungshemmend
allgemein kräftigend
antioxidativ
antiviral
Abwehrkraft
immunmodulierend
stoffwechselanregend
zur Unterstützung bei allergischen Hauterkrankungen (Darmsanierung)
äußerlich reinigend und desinfizierend

Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Der Fliegenpilz ist schön anzusehen, früher sind wir an ihm immer vorbeigegangen. Seit unserer Beschäftigung mit Heilpilzen hat sich das aber geändert. Exemplare mit geschlossenen Hüten legen wir in Wodka ein, um eine alkoholische Tinktur anzufertigen.

Fliegenpilz

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich nun unter anderem mit der Herstellung eines Fliegenpilz-Sirups. Laut Rezept werden die Fliegenpilze zuerst in Zucker eingelegt, dann mit Wasser aufgegossen, um diese in die Gärung zu schicken. Dazu braucht es ein hermetisch verschlossenes Gefäß mit Gärröhrchen oder Gärspund. Mein erster Versuch ist gleich am Anfang fehlgeschlagen, weil nach einer Woche drinnen alles voller Schimmel war. Wahrscheinlich war das Gefäß nicht luftdicht verschlossen, so dass Sauerstoff oder Sonstiges von Außen eindringen konnte. Das führt natürlich schnell zur Oxidation oder Fehlgärung durch Bakterien oder Mikroorganismen. Anhand dieses Ergebnisses weiß ich jetzt, warum das Werk in einem HERMETISCH verschlossenen Gefäß stattfinden muss.Warum man sauber arbeiten muss. Warum ein zuviel an Sauerstoff in dieser Phase unvorteilhaft ist. Warum Temperiertheit wichtig ist. Welche Rolle Disziplin, Geduld und Achtsamkeit bei diesem Prozess spielen. Das klingt jetzt erstmal alles sehr einfach. Aber nachdem ich das auch in die richtigen philosophischen Entsprechungen übersetze, sind diese Erfahrungen schon sehr aufschlussreich.

Wirkung und Anwendungsgebiete des Fliegenpilzes

äußerlich bei Rheuma und Gelenkschmerzen
Geschwüre, Wunden und krebsartigen Veränderungen der Haut
Epilepsie und Lähmungen
Durchfall
Magenschmerzen
Kopfschmerzen
Erschöpfungszustände
stimmungsaufhellend
traumfördernd
Wechseljahrbeschwerden
homöopathisch gegen Beschwerden des gesamten Nervensystems

Birkenporling, Chaga, Zunderschwamm, Rotrandiger Baumschwamm, Schmetterlingstramete unterstützen sich gegenseitig, deshalb kombiniere ich diese gerne miteinander.

Viele Vital- und Heilpilze, die wir nicht verarbeiten essen wir frisch. Das Judasohr in der Suppe, Tintlinge mit Knoblauch und Ei, Krauseglucke in Saucen und paniert, den Violetten Rötelritterling legen wir in Essig ein. Von einigen Heilpilzen haben wir auch Urtinkturen hergestellt. Es ist einfach schön, seine kleine, eigene, individuelle Hausapotheke zu haben.

Von den Heilpflanzen haben wir heuer auch Löwenzahnwurzel, Johanniskraut und Schafgarbe zu einer Tinktur verarbeitet.

Weitere Bausteine unseres Gesundheitsbaukastens sind

Weingeist 96 % für die Herstellung von Urtinkturen
DMSO als Lösungsmittel um zugleich wasserlösliche und fettlösliche Stoffe auszuziehen, Wirkverstärker
Milchsäure rechtsdrehend
Natriumchlorit Lösung NaClO2, 25 % und Salzsäure 33 % für die Herstellung von CDL
Wasserstoffperoxyd
Glycerin
Magnesiumchlorid
Bor
Organischen Schwefel und anorganischen Schwefel
Kolloidales Silber
Zink
Liposomales Vitamin C hochdosiert
Vitamin D + K2
Grapefruitkernextrakt (allerdings das echte nach Dr. Harrich!) als natürlicher Antibiotika-Ersatz
CBD Vollspektrum 10 %
CBD Blüten, als natürliches Schmerzmittel
Zeolith, zum Entgiften

Nach und nach erweitern wir so unseren Gesundheitsbaukasten. Wir übernehmen damit selbst wieder mehr Verantwortung für unsere Gesundheit. Die Natur ist großartig und die Pharma keine Heilsreligion. Auch wenn uns das in Zeiten von Corona über die Medien so verkauft wird. Die heutige Medizin hat ihre Stärken (Notfallmedizin, Chirurgie…), was aber sicher nicht dazu gehört sind ganzheitliche Heilansätze. Die Beschäftigung mit der Natur ist immer lehrrreich und zugleich erfüllend. Geht in den Wald, atmet reine Luft, genießt die Sonne und vergesst nicht mit Freude zu Leben!

Abschließend möchte ich kurz die Bücher erwähnen, die ich allen Interessierten zu diesem Thema empfehlen kann:

1) Heilende Pilze, Jürgen Guthmann / sozusagen das Standardwerk auf diesem Gebiet, sehr umfangreich und mit dem Schwerpunkt auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus tausenden von Studien.

2) Gesund mit Heilpilzen, Philip Rebensburg u. Dr. med. Andreas Kappl / wissenschaftliche Studien dazu gut erklärt, sehr gut nachvollziehbare Anwendungstipps mit dem Schwerpunkt auf die Praxis der Anwendung

3) Die Heilkraft der Pilze, Prof. Dr. Jan Lelley / etwas älter, sozusagen der Vorläufer der zuvor genannten Bücher, nicht nur auf heimische Pilze bezogen, sehr genaue Dosierungstipps

4) Pilze in der Homöopathie und der Naturheilkunde, Anneliese Barthels / sehr detailliert, was die Beschreibung der Analogien anbelangt (Pilzthemen), Bereicherung zur Signaturenlehre, Beschreibung der homöopathischen Anwendung auch des Birkenporlings, Zunderschwamms und Schopftintlings

5) Mykotherapie für Tiere, Wanda May Pulfer / Anwendung bei Tieren, aber auch sehr viel auf den Menschen ableitbar!, exakte Beschreibung der Indikationen und Dosierung, professionell aufbereitet für Mediziner

6) Paracelsusmedizin, Olaf Rippe, Christian Rätsch / als Ergänzung, für ein erweitertes Medizinverständnis, um zu vertiefen was ganzheitliche Heilung in Wahrheit bedeutet